1220 Wien, Heustadelgasse

1220 Wien, Heustadelgasse

- 36 geförderte Wohneinheiten mit Kaufoption
- freistehende Einfamilienhäuser (129 m² Wohnfläche)
- gekuppelte Häuser (108 m² Wohnfläche)
- Maisonetten im Doppelhaus (76 bis 99 m² Wohnfläche)
- 6 Wohneinheiten in separatem dreigeschoßigem Baukörper
- gestalteter Grünraum zwischen den einzelnen Häusern
- Siedlungsmanagement vor Ort (Mietermitbestimmung)
- Übergabe: Juni 2009

Maximale Eigenständigkeit auf optimal genutztem Raum – so könnte das Motto dieses in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Projekts lauten. Es begann mit der Umwidmung einer Kleingartensiedlung, erhielt als Siegerprojekt aus einem Bauträgerwettbewerb die entscheidende Initialzündung und wurde schließlich von der BUWOG und der gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft Altmannsdorf und Hetzendorf (AH!) umgesetzt. Gartenstadt, Schrebergarten, Reihenhausanlage oder Kleingartenanlage?

Die mit Biomasse geheizte Anlage sowie freistehenden gekuppelten Einfamilienhäusern und reihenhausartiger Bebauung liegt sie bestens platziert in einem parkähnlichen Areal mit weitläufigem Wegenetz. Dieser üppige Grünraum darf und soll übrigens durchaus als Erweiterung der ohnehin großzügig geplanten Privatgärten, Vorgärten und Terrassen verstanden werden. Die Kombination aus kleinen, aber klug genützten Wohnflächen und der umliegenden Wohnoase unter freiem Himmel stellt in der städtischen Planung eine idyllische Besonderheit dar.

Erschließende Wege, satte Wiesen, kommunikative Plätze, schattenspendende Baumgruppen, altersgerechte Spielflächen – sie alle sollen den Bedürfnissen der Bewohner voll gerecht werden. Zu diesem Zweck wurden die künftigen Mieter schon sehr früh in die Planung der Gartenanlage mit einbezogen. Im Rahmen einer Bewohnerveranstaltung informierten BUWOG und AH! gemeinsam mit den Planern raum & kommunikation und bauchplan über ihre Vision der Heustadelgasse.

Dabei kamen auch alle Aspekte zur Sprache, die im Sinne der Mietermitbestimmung vom Feedback der künftigen Bewohner abhingen und in vielerlei Hinsicht »mitplanbar« waren. Eine Initiative, die sich aufgrund des Informationsgehalts und nicht zuletzt aufgrund der Möglichkeit, schon vor dem Einzug erste Kontakte zu den künftigen Nachbarn zu knüpfen, eines regen Zustroms erfreute.

Energetische Selbstversorger

Die rund 9.100 Quadratmeter Fläche in der Heustadelgasse werden mit einem hauseigenen Biomasse-Blockheizwerk wohnlich gemacht. Die Anlage besteht aus zwei Pelletskesseln, die jährlich etwa 660 MWh erzeugen und für Temperaturen bis zu minus zwölf Grad ausgelegt sind. Der Jahresbedarf an Pellets für den Betrieb liegt bei 200 Tonnen.

Eine ebenso umweltfreundliche wie kostengünstige Initiative, die von der Stadt Wien mit den höchsten Förderungen bei strengsten Grenzwerten belohnt wird. Mit diesem bislang größten geförderten Biomasse-Blockheizwerk nutzt die BUWOG erstmals eine nachhaltige und klimarelevante Energieversorgung, die bisher Einfamilienhäusern vorbehalten schien, sich aber in zunehmendem Maße auch für den großvolumigen Wohnbau qualifiziert.

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