Gesund und nachhaltig wohnen: "ERnteLAA" an MieterInnen übergeben

22.09.20
  • Das BUWOG-Projekt „ERnteLAA“ ermöglicht gesundes und nachhaltiges Wohnen und bringt höchste Lebensqualität in den 23. Bezirk
  • Naturverbunden in der Stadt: von Urban Gardening am Dach bis zu Gebäudebegrünungen und umweltfreundlicher Mobilität
  • Nachhaltigkeit sozial gedacht: Leistbarkeit und gute Nachbarschaft im Fokus
  • Nach Fertigstellung erfolgte nun Übergabe an die Mieter

Der Herbst ist bekanntlich Erntezeit. Für die BUWOG ist dies heuer im doppelten Sinne der Fall: Mit „ERnteLAA“ kann die Fertigstellung eines besonders nachhaltig und ökologisch konzipierten Wohnprojekts gefeiert werden. Und wie der Name schon impliziert, erlaubt es den zukünftigen BewohnerInnen, ein naturnahes und nachhaltiges Leben in der Stadt zu verwirklichen. Zu den umfassenden Maßnahmen, die in diesem Projekt zur Umsetzung kamen, zählen die Schaffung von vielfältigen Grünflächen, Fassadenbegrünungen und Dachgärten, die Verwendung ökologischer Baustoffe, die Fernwärme-Energieversorgung mit integrierter Wärmerückgewinnungsanlage oder das breite Angebot für umweltfreundliche Mobilität. Andreas Holler, Geschäftsführer der BUWOG Group GmbH: „Nachhaltigkeit ist in der BUWOG ein nicht mehr wegzudenkender Teil unserer ‚glücklich wohnen‘-Philosophie. Wir sind davon überzeugt, dass gesundes und attraktives Wohnen in der Stadt heute und in Zukunft ein nachhaltiges Wohnen sein wird. Und unsere grünen Projekte wie „ErnteLAA“ leisten mit der Verbesserung des Mikroklimas und der Förderung der Artenvielfalt einen wichtigen Beitrag für ein lebenswertes Wien.“

Grün, grüner, „ERnteLAA“
Das von M&S Architekten geplante Vorzeigeprojekt „ERnteLAA“ umfasst 31 freifinanzierte Mietwohnungen und 160 Mietwohnungen im Rahmen der Wiener Wohnbauinitiative, die Wohnflächen liegen bei 51 bis 116 m².

Die MieterInnen erwartet ein umfassendes nachhaltiges Konzept von der Eingangstüre bis zum Dachgeschoß. Problematische Baustoffe wurden vermieden und stattdessen ökologische Materialien wie emissionsarme Wandfarben eingesetzt.
Weithin sichtbar ist die reiche Fassadenbegrünung mittels Rankgerüsten für Kletterpflanzen. Am Dach befinden sich Gärten, die der allgemeinen Nutzung offenstehen. Durch die intensive Begrünung wird die Anlage nicht nur klimaresilient gegenüber immer häufiger auftretenden Wetterphänomenen wie anhaltende Hitze und Starkregen: die Pflanzen können Regenwasser zurückhalten und zeitverzögert abgeben, wodurch die Kanalisation entlastet und Überflutungen verhindert werden können. Sie verdampfen auch Wasser und schaffen damit einen Kühlungseffekt, der die Lebensqualität spürbar hebt und zugleich Energiekosten spart. Während die Kletterpflanzen auf der Fassade wie ein natürlicher Vorhang wirken, hilft die flächige Begrünung, das Gebäude gegen Hitze und Kälte zu dämmen. Das südlich vorgestellte Loggienregal dient zusätzlich als großdimensionierter Sonnenschutz. Die Energieversorgung von „ERnteLAA“ via Fernwärme mit integrierter Wärmerückgewinnungsanlage wird so mit natürlichen Mitteln unterstützt und effektiver gemacht.

Die Bepflanzungen verringern auch Lärm- und Schadstoffbelastung, was sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt.
Zugleich kann damit ein wichtiger Beitrag für mehr Biodiversität geleistet werden: Durch die Anbringung von 22 Nistkästen für gebäudegebundene Tierarten finden geschützte Arten wie Mauersegler, Mehlschwalben und Fledermäuse, aber auch der Hausrotschwanz und Meisen hier ein Zuhause. Für den Erhalt der Bienenbevölkerung wird ein Wildbienenhotel umgesetzt.

Urban Gardening mit Ausblick
Liesing, einer der Bezirke mit höchstem Grünraumanteil in Wien, bietet den BewohnerInnen eine attraktive Umgebung für ein Leben zwischen Stadt und Land. Die noch vorhandenen Strukturen mit Weingärten und Heurigen bergen einen besonderen dörflichen Reiz, das Erholungsgebiet Wienerwald und der Liesingbach erlauben ein naturverbundenes Leben nicht weit von der Haustüre entfernt.
Dieses setzt sich am unmittelbaren Wohnort fort: Die Dachgärten schaffen alle Möglichkeiten, sich als GärtnerIn selbst zu verwirklichen, sich mit Eigenanbau von Obst und Gemüse gesund zu ernähren und zur Müllvermeidung und dem reduzierten Konsum importierter Ware beizutragen.
Neben großen Beetflächen und Hochbeeten befinden sich dort Glashäuser zur Überwinterung von Topfpflanzen und Anzucht von Jungpflanzen, wo wetterunabhängig gesät und pikiert werden kann. Ein mit Fußbodenheizung ausgestatteter gläserner Aufenthaltsraum ermöglicht gesellige Gärtnertreffen zu jeder Jahreszeit. Auch die privaten Balkone sind mit Hochbeeten ausgestattet, alle Freiflächen verfügen über einen Wasseranschluss zum Bewässern der Pflanzen. Außer den Dachgärten und Balkonen laden in „ERnteLAA“ sonnige Terrassen, Loggien sowie private Gärten dazu ein, das Leben im Freien in vollen Zügen zu genießen, ohne sich von daheim wegbewegen zu müssen.

Umweltfreundlich durch Stadt und Land
Ein breites Mobilitätsangebot ist heute freilich wichtiger Bestandteil für eine hohe Lebensqualität. Gerade in den Städten braucht es aber ökologisch verträgliche und platzsparende Mobilitätsformen für sauber Luft und weniger Verkehrslärm. In „ERnteLaa“ wurden verschiedene Lösungen gefunden, um dafür die besten Voraussetzungen zu schaffen.

Die Meischlgasse ist optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden: Mit der in unmittelbarer Nähe befindlichen U6 (Station Erlaaer Straße) ist man in nur 25 Minuten am Karlsplatz, mit den Wiener Lokalbahnen (Badner-Bahn-Station Neu Erlaa) in einer halben Stunde. Um den öffentlichen Nahverkehr zu fördern, erhält jeder Haushalt bei Erstbezug eine Jahreskarte der Wiener Linien.

Für die umweltfreundliche Fortbewegung in der Stadt stehen den BewohnerInnen zudem zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge, ein Carsharing-E-Auto zum Ausleihen sowie elektrische Leih-Fahrräder zur Verfügung. Auf 400 Fahrradabstellplätzen lassen sich Räder sicher und geschützt verwahren, private PKW finden in der hauseigenen Tiefgarage Platz.

Nachhaltigkeit sozial gedacht
Speziell ist bei „ERnteLAA“ nicht nur die Summe an nachhaltigen Maßnahmen, sondern auch die soziale Komponente, die im Konzept stets mitgedacht wurde. Diese betrifft vor allem die Leistbarkeit der Wohnungen: „Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Leistbarkeit zu kombinieren und eine Balance zu schaffen, die für die Umwelt aber auch für unsere Zielgruppen von Vorteil ist. „ERnteLAA“ ist ein Ausrufezeichen dafür, dass ökologisches Wohnen in Wien einer breiten Bevölkerungsgruppe zugänglich sein soll“, erklärt Andreas Holler. Dem wird mit dem Angebot von 160 Wohnungen gemäß Wiener Wohnbauinitiative und mit einer hauseigenen familienfreundlichen Infrastruktur mit Kindergarten, Supermarkt und Apotheke Rechnung getragen.

Um von Beginn weg die besten Voraussetzungen für die Entwicklung einer Nachbarschaftsgemeinschaft zu schaffen, wird nach Erstbezug das professionelle Quartiersmanagement der Caritas in Anspruch genommen. Bis etwa 15 Monate nach Übergabe an die Bewohnerinnen und Bewohner wird die Caritas das Projekt begleiten, BewohnerInnen-Veranstaltungen organisieren und bei der Bewirtschaftung der Hochbeete unterstützen. Denn das Gärtnern bietet den MieterInnen nicht nur einen grünen Lifestyle, es fördert zugleich den sozialen Austausch und den Zusammenhalt. Gerade die Integration von Maßnahmen zur sozialen Nachhaltigkeit verleihe dem Projekt einen besonderen Stellenwert im Vergleich zu anderen Bauten, so Andreas Holler. „Unser Projekt zielt insbesondere auf jene Menschen ab, die wissen, was gut für die Umwelt ist und die sich wünschen, noch mehr tun zu können. Gerade in einer sonst so anonymen Großstadt steigt aber auch das Bedürfnis nach sozialem Austausch und Gemeinschaft. „ERnteLAA“ offeriert seinen BewohnerInnen beides – man wohnt nicht einfach nur Tür an Tür, man lebt und gestaltet die Zukunft miteinander, und das weitgehend nachhaltig.“

 

Fotocredits: BUWOG / Stephan Huger

Ihr Kontakt

Frau Natascha Toegl

Wichtig:

Sie müssen die Cookies "Marketing" & "Statistiken" akzeptieren um diesen Inhalt zu sehen.

Cookies akzeptieren